Geschichte der Hasso-Rhenania Mainz
10.12.1882
Sechs überwiegend aus Rheinhessen stammende Gießener Studenten beschließen die Gründung einer “Freien Vereinigung Hasso-Rhenaniae”
16.12.1882
Verbrüderugsfest mit der benachbarten CV-Verbindung Rhenania Marburg
18.01.1883
Vorlegung der Statuten beim Rektor der Universität und damit offizielle Gründung der Hasso-Rhenania Gießen
16.06.1883
Aufnahme in den CV als 11. Verbindung
Februar 1884
Status als vollberechtigte CV-Verbindung
SS 1885
Die Familie Mercken verläßt Gießen in Richtung Mainz und bindet sich an die kath. Gesellschaft von Mainz und den Mainzer Philisterzirkel
1888
Gründung des Hasso-Rhenanen Philisterclub in Mainz
1903
Beim 20. Bundesfest erhält H-RG eine Prunkfahne, und um den Korporationsgedanken zu betonen, wird die Bezeichnung “KDStV” in “VKDSt” geändert
12.11.1910
Erster ordentlicher Philisterconvent des neu gegründeten Philisterbundes der Hasso-Rhenania
WS 1927/28
Gründung des “Mainzer Zirkel Gießener Hasso-Rhenanen”
SS 1934
Wegen zunehmender korporationsfeindlicher Maßnahmen des NSDStB breitet sich zunehmend Resignation unter der Aktivitas aus
14.05.1936
“Heß-Erlass”, Verbot gleichzeitiger Mitgliedschaft in der NSDAP und in einer Korporation
Pfingsten 1936
53. Stiftungsfest mit noch 50 Alten Herren
30.05.1936
Auflösung der Aktivitas und Verkauf des Verbindungshauses. Auf Beschluß vom 30.Mai errichtet Philistersenior Dr.Georg Schollmayer in Mainz ein Traditionszimmer (H-R Museum)
März 1946
Dr. Georg Schollmayer holt die Zustimmung der 50 Alten Herren der H-RG ein, um die aufgelöste Korporation in Mainz wiederzubegründen
22.05.1946
Wiedereröffnung der Mainzer Universität nach 150 Jahren.
Gemäß alliiertem Kontrollratsgesetz waren nur die kath. Hochschulgemeinde und der Philisterzirkel in Mainz offiziell erlaubt.
24.06.1946
Treffen aller am CV interessierten Studenten in der “Altdeutschen Weinstube” auf Einladung des Mainzer Studentenpfarrers Strasser.
26.06.1946
Gründung der “Hasso-Rhenanen-Gruppe” mit der Absicht, die Tradition der Hasso-Rhenania-Gießen weiterzuführen. Offizielles Gründungsdatum der Hasso-Rhenania Mainz.
Eingesetzt wurden keine Chargen, sondern Obmänner: Im SS 1946 und WS 1946/47 Paul Nagel und im SS 1947 und WS 1947/48 Franz Josef Wagemann.
05.02.1947
Gründung des St.Martinus Bundes als Untergruppe der KSG. Dieser Bund wird jedoch im selben Jahr wieder aufgelöst, da er trotz seiner Zugehörigkeit zur KSG als getarnte Korporation an den Rektor der Universität und die Militärregierung gemeldet wurde, und die Mitglieder Angst vor der Verhaftung durch die Militärregierung hatten.
14.06.1947
In Gießen Gründung des “CV-Philisterzirkel Gießen und Umgebung”
WS 1947/48
Paul Nagel und ein Teil der Hasso-Rhenanen-Gruppe begründen mit Hilfe einiger Pfälzer Philister die Rheno-Palatia wieder, die 1948 die Tradition der Breslauer Rheno-Palatia übernimmt.
28.01.1948
Die Hasso-Rhenania Gießen wird ohne Wissen um eine Mainzer Hasso-Rhenania wiederbegründet.
27.06.1948
Verständigung der Aktivitates in Mainz und Gießen auf ein Verhältnis als Schwesterverbindungen mit denselben Symbolen und gleichen Rechten und Pflichten.
SS 1948
Bbr. Schollmayer beantragt mit Billigung des Rektorats bei der frz. Militärregierung die Zulassung von kath. Korporationen an der Mainzer Universität. Es werden mündlich keine Bedenken geäußert. Erstmals wurden Chargen gewählt, erster Senior wurde der spätere Sozialgerichtspräsident Wilfried Müller.
Bbr. Schollmayer nahm in seiner Eigenschaft als Philistersenior der H-RM und H-RG die ersten 19 Burschungen vor, da die rekonstituierte H-RG keine Verbindungsmitglieder außerhalb Gießens führen durfte.
Mai 1949
BC Beschluß entließ sechs Burschen und einen Fuchs zur Neugründung der Tochterverbindung Rhenania Mainz, später Rhenania Moguntia. BC stimmt der Wiederbegründung der Burgundia München zu und stellt sieben Gründungsburschen.
1949
Zum ersten deutschen Katholikentag erteilen die Alliierten die Genehmigung für katholische Korporationen. Der Bischof von Mainz, Dr. Albert Stohr, übernimmt das Protektorat und wird Hasso-Rhenane.
In Gießen wird der Altherrenverband wiederbegründet
7.April 1950
ECC in Bingen und Verständigung der Aktivitates auf Trennung in zwei eigenständige Verbindungen. Dr. Fritz Wachtel wird erster Mainzer H-R Philistersenior.
24. Juni 1950
Auf dem Stiftungs-CC wird die Couleuränderung beschlossen. Das Gießener Band wird umgedreht, dem Zirkel wird ein “M” hinzugefügt.
Juli 1950
64. CV in Mainz. Wiederbegrundung des Cartellverbandes und Festlegung des Status der H-RM als vollberechtigtes Mitglied: Die H-RM ist eine selbstständige Verbindung mit den Farben rot-weiß-gelb und einem eigenen Philisterium, sonst aber gleichen Symbolen wie die H-RG. Beide Verbindungen stehen zueinander in einem Schwesternverhältnis, ihre Mitglieder haben auf den Conventen der Schwesterverbindung Stimmrecht. Die Aufnahme der H-RM in den CV wird auf l946 zurückdatiert. Das Wappen der H-RM enthält links oben das rote Kreuz auf weißem Grund, darunter das braune Buch der Wissenschaft auf gelbem Grund, oben rechts der weiße Rhein in grünen Auen, darunter das Mainzer Doppelrad. In der Mitte der Zirkel auf rot-weiß-gelbem Schild.
2. Juni 1951
Der CC zum 5.Stiftungsfest genehmigt eine neue Fahne, Gründung des “Hasso-Rhenanen-Heim e.V.”
WS 1951/52
Eine Garnitur schwarzer Pekeschen wird angeschafft
SS 1953
Eine Steinbaracke auf dem Gelände des kath. Studentenwerks am Fort Gonsenheim wird als Verbindungshaus erstanden
1955
Die Vollwichs wird erstmals präsentiert
WS 1967/68
Nach einer Odyssee durch Räume der KHG und der Uni wird das Verbindungshaus in Mainz-Bretzenheim, Skagerrakstr. 1, bezogen.
Februar 1968
Tausch des Senioratsbandes mit der H-RG
1988
Der Hasso-Rhenanen Heimbauverein erwirbt eine alte Villa am Hartenberg, Mombacher Str. 87, als Verbindungshaus
SS 1989
Bezug des neuen Verbindungshauses
SS 1995
Als eine der ersten CV-Verbindungen präsentiert sich Hasso-Rhenania Mainz im World Wide Web
1996
Hasso-Rhenania Mainz feiert ihr 50-jähriges Bestehen
